Das Vierfache Gelübde

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  Zahllos sind die Lebewesen; ich gelobe sie alle zu retten.

Unerschöpflich sind die Leidenschaften; ich gelobe sie zu zerstören.

Endlos sind die Daseinsfaktoren; ich gelobe sie alle zu meistern.

Unvergänglich ist das Wesen des Buddha; ich gelobe es zu erlangen.

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4 Kommentare

  1. Ich weiß wirklich nichts über den Buddhismus, wenn ich aber diese Grundsätze lese, muss ich notgedrungenermassen denken, dass das typisch Religion ist: der Mensch wird von hochtrabenden idealistischen Vorsätzen überfordert. Mit Jesu Worten ist es nicht anders, und ich muss mich in beiden Fällen fragen, ob das wirklich als Grundlage reicht, um nach konkreten Lösungen für die politischen und sozialen Fragen unserer Zeit zu suchen. Vielleicht als GrundHALTUNG, ja, d.h. als Demut, Menschlichkeit, Friedfertigkeit usw., aber ohne die wesentliche Beigabe von Wissenschaft und Logik – common sense – kann das doch nichts werden, oder?

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    1. Robert Seidemann · · Antwort

      Die Religion begründet unsere Werturteile und Weltsicht. Wer die buddhistische Weltsicht teilt, wird sein Glück z.B. nicht im Konsum suchen. Andersherum begründet z.B. das Christentum den modernen Mensch als selbstverantwortlichem Individuum. Das gilt dann auch noch für jene, die bereits aus der Kirche ausgetreten sind.

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  2. Ich habe ein Problem mit dem zweiten Satz und der Zerstörung der Leidenschaften. Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung und dem, was man in anderen Kulturkreisen unter „Leidenschaft“ versteht, aber für mich ist es gerade das, was das Leben lebenswert macht: sich zu begeistern, für etwas zu „brennen“ – das heißt für mich „Leidenschaft“ und das möchte ich auf keinen Fall zerstören.

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    1. Robert Seidemann · · Antwort

      Ich wollte das auch bewusst als Gegenposition zu unserer abendländisch-christlichen Haltung zitieren. Man kann seine Leidenschaften ja auch manchmal als Last empfinden: wenn ich mich dafür begeistere, alle jemals produzierten Matchbox Autos oder Barbie Puppen zu sammeln, dann wird das auch ganz schön anstrengend und aufreibend sein. Da kann Abstand zu den nicht enden wollendenden Passionen befreiend wirken.

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