Brel à part – Französische Chansons von der Renaissance bis Brel

© Robert Seidemann

Es gab im Vorlesungsangebot der Westfälischen Wilhelms Universität zu Münster eine Vorlesung, die mein Interesse geweckt hatte und zu der ich gern hin geradelt bin: „Lieder und Texte in den Liedern der Trobadoure von der Zeit der provenzalischen Trobadoure bis Francois Villon“ (so oder so ähnlich). Deshalb hatte mich der NC Computer da nicht hingeschickt, aber es konnte keinen größeren Kontrast zum pragmatischen Teil meiner Studien geben: Hier der kleine Kreis der Romanisten, die ihre Vorlesungen im alten Schloss am See abhielten, dort der Massenbetrieb in der Vorlesungshalle, die eine inhumane Kreuzung aus ICE Bahnhof und Markthalle ist.

© Robert Seidemann Der Titel des Konzerts von Maja Hilke (Gesang und mehr) und Alon Sariel (Laute) erinnerte mich stark an die Vorlesung damals in Münster. Ganz so weit zurück in der Zeit sollte es an diesem Abend nicht gehen, aber es beginnt sogleich mit einem Lied von Guillaume Dufay aus der flämisch/burgundischen Region zur Zeit der Renaissance. Maja schwebt quasi in den voll besetzten Raum, singend wie weiland ein wandernder Minnesänger es vielleicht auch tat. Die Lieder werden uns inhaltlich nähergebracht und dann auf Französisch vorgetragen. Dabei bin ich zunächst einmal völlig verblüfft über die Perfektion ihrer Aussprache: soweit kann man es tatsächlich bringen.

© Robert Seidemann
Und dann erst der Gesang: ich kann es kaum glauben unversehens diese wunderbare sogenannte „alte Musik“ zu erleben, die mich seit so vielen Jahren fasziniert. Dazu trägt natürlich ganz wesentlich die Begleitung der Laute bei, durch die selbst die Lieder von Brel und Barbara einen Hauch Barock abbekommen. Da ist ihre kleine, selbstgestrickte CD als Kontrast schön zu hören, weil sie dort im Ensemble „Mauve“ auf dem Klavier begleite wird, was den Chansons eine ganz andere Anmutung gibt. Jetzt also schnell die Seite von Mauve abonnieren und aufmerken, wenn das nächste Konzert lockt!

 

 

 

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