Basil Valentin alias Basilius Valentinus

Der hochgebildete und intelligente Kunstkritiker Basil Valentin („He is mixted up in a lot of things. …. – in good damn near everything. He is too smart for his own good….- A good man? – He’s got the best education money can buy” Original S.364) ist eine direkte Anspielung auf Basilius Valentinus. So lautet der Name oder wahrscheinlich eher das Pseudonym, unter dem zahlreiche alchemische Schriften veröffentlicht wurden. Der Name ist eine Zusammensetzung aus basileus=König und valens=mächtig (spanisch: valiente). Über die Person gibt es lediglich Informationen aus den unter diesem Namen publizierten Werken. Er soll demnach ein Benediktinermönch gewesen sein und im 14/15.Jhd. gelebt haben. Andererseits gibt es Texte, in denen der Autor Amerika, den Buchdruck, die Franzosenkrankheit und den Tabak kennt. In dem 1674 von Vincent Placcius in Hamburg veröffentlichten Buch „De scriptis et scriptoribus anonymis atque pseudonymis syntagma » wurde die Vermutung aufgestellt, es handele sich um ein Pseudonym. Der Herausgeber der Schriften des B.V., Johann Tölde, sei auch gleichzeitig der Verfasser.
Placcius, Vincent,Verlagsort: Hamburgi, Erscheinungsjahr: 1674
Wie schon Paracelsus glaubte B.V. an Elementargeister als den Menschen beeinflussender Kräfte. Das sind spirituelle Beeinflussungen der aristotelischen Elemente. Er vertritt die Mikrokosmos/Makrokosmos Lehre, die eine innere Entsprechung zwischen Mensch, Welt und im Besonderen den Sternen annimmt. (vgl. Claus Priesner, Basilius Valentinus, Alchemie). Gaddis bezieht sich auf ein berühmtes Werk des Basilius: „Triumpfwagen Antimonii“. „The Triumphal Car of Antimony […] anathema to monks“ Original S.384.
Antimon ist ein chemisches Element, ein Halbmetall mit dem Zeichen Sb von Lat. Stibium. Daher auch das „stibium“ im englischen Text bei Gaddis. Arabisch „Kuhl“, Augenpaste plus Artikel „Al“ ergibt Alkohol. Antimon zunächst als Pulver, dann als flüchtige Flüssigkeit (Weingeist). Seit der Antike wurde Antimonsulfid in der Augenheilkunde verwendet sowie zur Behandlung von Wunden und Geschwüren. Da die Medikamente auch sehr giftig sein konnten, waren sie umstritten und teilweise verboten. Beim Reduzieren von Antimon bildet sich ein kompakter Metallkörper mit sternfömiger, kristallisierender Oberfläche genannt Signatstern oder lat. Antimonii. Dies legt einen Bezug zu den Sternen nahe. Auch die tödliche Wirkung der Arznei wird aufgegriffen. Nachdem die wachstumsfördernde Wirkung auf Schweine bekannt war, probierte man das Antimon an Mönchen aus: leider überlebten die es nicht. (Deutsch, S.519).

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